Wir erleben, dass viele Eltern, unabhängig davon, ob ihr Kind ein CI hat oder nicht, froh über das Angebot einer Begleitung durch einen gehörlosen Erwachsenen sind und es dem Kind sehr gut tut. Kaum eine Familie wünscht eine Beendigung der Begleitung, wenn sie sich einmal dazu entschlossen hat.


Wir haben im folgenden einige Reaktionen von Eltern zusammengestellt:

Alle sind sehr motiviert, die da arbeiten. Ich kenne keine vergleichbare Geschichte, wo den Eltern auch Zeit gelassen wird.

Es war sehr angenehm, dass da einfach jemand war, der das auch so akzeptierte, das wir das so gemacht haben, dass wir diese Operation gemacht haben und trotzdem Wert auf Gebärdensprache legen.

Ich fand dieses Angebot, dass jemand hierher kommt und sich in die Situation, die hier ist, einfindet, als eine unheimliche Erleichterung.

Ich finde es sehr wohltuend. Ich fand es gut, überhaupt einmal auf Leute zu treffen, die auch nicht davon ausgehen, dass immer das Kind funktionieren muss. Das war für mich eigentlich der Ansatz, weshalb ich mich überhaupt darauf eingelassen habe, dass ich gesagt habe, also das sind endlich mal Leute, die auch davon ausgehen, dass dem Kind ein Angebot gemacht werden muss und nicht das Kind permanent sich nach der Decke strecken muss, um es uns Erwachsenen recht zu machen.

Ich wüßte jetzt auch nicht, wenn es GIB ZEIT nicht gäbe, dann würden wir mit Sicherheit noch kein Stück von der Gebärdensprache können. Dann wären wir längst nicht da, wo wir jetzt sind. Und dann hätten wir dieses Buch ("Die Welt mit den Augen verstehen") nicht gelesen...


Beobachtungen der Eltern, wie ihre Kinder auf die (erste) Begegnung mit einem Gehörlosen reagierten:
   
Er guckte nur so mit großen Augen. So große Augen hat der sonst eigentlich nie gehabt.
   

Und dann, von einer Sekunde auf die andere, ist sie so aufgeblüht, sie hat mit der geredet, also mit den Händen und die Augen haben gestrahlt und sie hat sie nicht mehr losgelassen.

Als sie kam, ist er wirklich explodiert. Der hat die gefragt und erzählt.

Für unsere Tochter ist es etwas ganz Besonderes. Da ist jemand, der nur für sie da ist, nicht jemand, wo sie wieder Anhängsel ist, der kommt für sie, ganz alleine. Die guckt also auf die Uhr. Wir machen von 3 bis 4. Um 4 steht sie also hier, wie so: Jetzt ist aber zu Ende und jetzt wäre sie dran. Und das ist toll, das zu sehen und wie sie das macht. Das ist so wichtig.